96 Seiten, 160 Bilder (Schwarz-Weiß), Maße: 165 x 235 mm, Broschur, ISBN: 978-3-86680-686-3, 1. Auflage 12.08.2010
Als im Dezember 1839 die „ville de Metz“ als erstes Dampfschiff in Trier festmachte, läutete sie eine neue Epoche der Mosel-Schifffahrt ein. Fast ein Jahrhundert lang gehörten die großen Raddampfer zum gewohnten Bild der Mosel und vermittelten sowohl den Eindruck von Betriebsamkeit als auch einen Hauch von Romantik. Entlang der malerischen Burgen und Weinberge konnten Moselaner und Touristen bequem und schnell die 191 Kilometer lange Strecke zwischen Koblenz und Trier zurücklegen. Den Moselwinzern dienten die Dampfschiffe zum Transport ihrer Weine.
Der renommierte Historiker und Autor erfolgreicher Mosel-Bildbände Karl-Josef Gilles erinnert mit rund 160 zumeist unveröffentlichten Fotos aus privaten Sammlungen, Archiven und Museen an die spannende Geschichte der Moseldampfschifffahrt von ihren Anfängen bis zu ihrem Ende. Dieser Bildband lädt ein zu einer nostalgischen Flussfahrt durch das Moseltal und lässt nicht nur Freunde der Schifffahrt erahnen, welch reizvolles Transportmittel der Region mit dem Ende der Raddampfer für immer verlorengegangen ist.

Mississippi-Gefühle von Trier bis Koblenz

Es fällt positiv auf, daß die Bilder allesamt historisch und gut gedruckt sind und daß mit der Sortierung nach Reedereien und mit informativen Einführungstexten, ein paar Fahrplan- und Werbetafeln ein abgerundetes Bild entsteht. Und die Motive mit Ausflugsdampfern oder Güterschiffen in der sehenswerten Landschaft der Mosel laden sowieso zur eingängigen Betrachtung ein. Damit stellt das Buch eine schöne Ergänzung zur Literatur über die Moselbahn dar und ist Freunden an der Binnenschiffahrt eh zu empfehlen.




