Bürgerkrieg und Goldene Zwanziger
Erfurt in der Weimarer Republik
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128 Seiten, 80 Bilder (Schwarz-Weiß), Maße: 175 x 255 mm, gebunden, ISBN: 978-3-86680-338-1, 1. Auflage 24.10.2008
Bürgerkrieg und Goldene Zwanziger – das sind typische Begriffe, die mit der Zeit der Weimarer Republik in Verbindung gebracht werden. Die Bilder von Straßenkämpfen, Saalschlachten und Demonstrationen wechseln mit Assoziationen von moderner Kunst und Architektur, bahnbrechenden Städtebauprojekten und technischem Fortschritt. Wie im Brennspiegel zieht jene schillernde Epoche in der damals 130.000 Einwohner zählenden Großstadt Erfurt am Betrachter vorbei.
Steffen Raßloff, Historiker und Publizist in Erfurt, zeichnet in diesem- Buch die wechselhaften Ereignisse vom Kaiserreich bis zum Ende der Republik anschaulich nach. Zahlreiche Abbildungen lassen die spannungsgeladene Epoche wieder lebendig werden. Der Autor schildert die Unruhen vom blutigen Kapp-Putsch 1920 bis zum Untergang der ersten deutschen Republik 1933. Er erinnert an den berüchtigten Antisemiten Adolf Schmalix, der damals deutschlandweit für Schlagzeilen sorgte, ebenso wie an die kulturelle Blüte, die Erfurt in den Zwanzigerjahren zu einem einzigartigen Zentrum moderner Kunst machte.
Auch das Gesicht der Stadt änderte sich. Nordbad, Stadion und zahlreiche öffentliche Bauten entstanden, aber auch moderne Wohnungsbaukomplexe wie im Hanseviertel. Der 1925 eröffnete Flughafen am Roten Berg läutete ein neues Zeitalter der Mobilität ein, das Auto begann seinen Aufstieg zum Massenverkehrsmittel. Das Kaufhaus Römischer Kaiser am Anger verkörperte den modernen Massenkonsum, in den Hotels, Restaurants und Varietés herrschte Hochbetrieb, das Leben pulsierte in der alten Metropole Thüringens.

nicht nur informativ, sondern auch vergnüglich zu lesen
Thüringer Allgemeine

Raßloff wird seinem Anspruch gerecht, historische Forschungsergebnisse allgemeinverständlich zu vermitteln.
Thüringische Landeszeitung

Steffen Raßloff liefert mit seinem vorzüglichen Buch reichlich Material zum kürzlich gestarteten Bauhausjahr 2009.
Kulturjournal Mittelthüringen

Aufgrund seiner anschaulichen Schreibweise und der vielen, sorgfältig ausgesuchten Abbildungen ist es auch und vor allem den Nichthistorikern zum empfehlen, die eine leicht verständliche und zugleich bildende Lektüre zur Stadtgeschichte suchen.
Jahrbuch für Erfurter Geschichte

Eine interessante Stadtgeschichte, die vor allem für Einwohner Erfurts sowie Geschichts- und Politikstudenten interessant ist, die die Entwicklungen einer ganzen Epoche anhand nur eines Ortes nachvollziehen wollen.
RoterDorn.de



